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Lagerverwaltung im Restaurant: FIFO und Bestandsmanagement

8. März 2026 · 10 min

Praktischer Leitfaden zur Lagerverwaltung: FIFO, Mindestbestände, Inventur und Strategien zur Abfallreduzierung.

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Team BiteBase
BiteBase Editorial

Ein unordentliches Lager ist die häufigste Ursache für Lebensmittelverschwendung

30 % der Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie entstehen im Lager — abgelaufene, falsch gelagerte oder schlicht vergessene Produkte ganz hinten im Regal. Ein unorganisiertes Lager ist nicht nur ein Hygiene- und Ordnungsproblem: Es reißt ein Loch in die Bilanz.

Ein durchschnittliches Restaurant verschwendet 5–8 % seiner Lebensmitteleinkäufe durch schlechte Lagerhaltung. Bei 120.000 € Wareneinsatz pro Jahr sind das 6.000–9.600 €, die in die Tonne wandern. Mit einer ordentlichen Lagerverwaltung sinkt dieser Schwund auf 1–3 %.

Die FIFO-Methode: die goldene Regel der Lagerhaltung

FIFO — First In, First Out. Das Produkt, das zuerst eingelagert wurde, muss zuerst verbraucht werden. In der Theorie einfach, in der Praxis schwierig, wenn das Lager nicht organisiert ist.

So setzen Sie FIFO um:

  1. Alles etikettieren: Jedes Produkt, das hereinkommt, muss ein gut sichtbares Eingangsdatum tragen. Verwenden Sie farbige Etiketten für die Wochentage (Montag = blau, Dienstag = grün usw.).

  2. Regale organisieren: Neue Ware kommt IMMER nach hinten oder unten. Ältere Ware steht vorne oder oben. Das Personal muss diese Rotation bei jeder Lieferung durchführen — nicht „wenn gerade Zeit ist".

  3. Zone „Heute verbrauchen": Richten Sie einen eigenen Bereich für Produkte ein, die bald ablaufen. Der Küchenchef sieht sie zuerst und integriert sie in die Tageskarte.

  4. Wöchentliche Kontrolle: Jeden Montag (oder an einem ruhigen Tag) Verfallsdaten, Produktzustand und Bestände prüfen.

Mindestbestände und Nachbestellpunkte

Der Mindestbestand ist die Menge, unter die ein Produkt nicht fallen darf. Der Nachbestellpunkt ist der Zeitpunkt, an dem Sie bestellen müssen, um nicht ohne Ware dazustehen.

So berechnen Sie den Mindestbestand:

Mindestbestand = Durchschnittlicher Tagesverbrauch × Lieferzeit des Lieferanten

Beispiel: Sie verbrauchen 2 kg Mozzarella pro Tag. Der Lieferant liefert in 2 Tagen. Mindestbestand = 2 × 2 = 4 kg. Wenn der Mozzarella unter 4 kg fällt, müssen Sie bestellen.

So berechnen Sie den Nachbestellpunkt:

Nachbestellpunkt = Mindestbestand + (Durchschnittlicher Verbrauch × Sicherheitszuschlag)

Der Sicherheitszuschlag deckt Nachfrageschwankungen oder Lieferverzögerungen ab. Typischerweise 1–2 zusätzliche Tage.

Beispiel: Nachbestellpunkt Mozzarella = 4 kg + (2 kg × 1 Tag) = 6 kg. Bei 6 kg bestellen Sie nach.

BiteBase berechnet die Mindestbestände automatisch auf Basis des historischen Verbrauchs und der Lieferzeiten und benachrichtigt Sie, wenn es Zeit zum Bestellen ist.

Die Inventur: So machen Sie es, ohne den Verstand zu verlieren

Die Inventur ist die physische Zählung aller Bestände im Lager. Sie ist unverzichtbar für die Berechnung des tatsächlichen Wareneinsatzes und für die Bilanz.

Empfohlene Häufigkeit:

So beschleunigen Sie die Inventur:

  1. Nach Kategorien ordnen: Obst/Gemüse, Fleisch/Fisch, Milchprodukte, Trockenwaren, Getränke, Tiefkühlware. Kategorie für Kategorie zählen, nicht durcheinander.

  2. Vorlage verwenden: Einen ausgedruckten Bogen (oder Tablet) mit allen Produkten, die bereits aufgelistet sind. Nur noch Mengen eintragen. Mit BiteBase wird die Vorlage automatisch aus dem Produktkatalog generiert.

  3. Wiegen, nicht schätzen: „Ungefähr 3 kg" ist keine Inventur. Benutzen Sie die Waage.

  4. Immer am selben Tag und zur selben Uhrzeit: Vorzugsweise vor der Öffnung am Montag (nach dem Wochenende, vor den Wochenlieferungen).

  5. Zwei Personen: Eine zählt, die andere notiert. Das reduziert Fehler.

Zeitaufwand: Ein durchschnittliches Restaurant sollte die vollständige Inventur bei guter Organisation in 45–90 Minuten schaffen.

Physische Organisation des Lagers

Temperatur und Zonen:

Grundregeln:

Wareneingang richtig abwickeln

Der Moment der Lieferung ist entscheidend für die Lagerqualität:

Checkliste Warenannahme:

BiteBase und Lieferungen: Wenn Sie eine Lieferung erfassen (auch per WhatsApp-Foto des Lieferscheins), aktualisiert das System automatisch die Bestände, prüft die Übereinstimmung mit der Bestellung und meldet Abweichungen.

Abfallreduzierung: praktische Strategien

1. Tagesmenü anhand der Bestände planen Bevor Sie die Tageskarte planen, schauen Sie, was im Lager ist. Die Brühe wird aus dem Gemüse gekocht, das bald welk wird — nicht aus der frischen Lieferung.

2. Intelligente Chargenproduktion Kochen Sie nicht 5 kg Sauce, wenn Sie nur 2 kg pro Tag brauchen. Produzieren Sie in Chargen für 2 Tage und frieren Sie den Rest ein.

3. Standardisierte Portionen Wenn das Rezept 120 g Nudeln vorsieht, wiegen Sie 120 g. Jede 10 g mehr pro Portion, bei 100 Portionen am Tag, sind 1 kg Mehrverbrauch täglich — 30 kg im Monat.

4. Abfälle erfassen Wiegen und dokumentieren Sie täglich, was weggeworfen wird, nach Kategorie. Nach einem Monat sehen Sie Muster: zu viel Gemüse am Montag? Weniger bestellen. Zu viel Fisch übrig am Donnerstag? Portionen am Mittwoch reduzieren oder am Donnerstag ein Fischgericht anbieten.

5. Kreative Resteverwertung Brot von gestern wird zu Semmelbrösel. Fleischabschnitte werden zu Ragout. Gemüseschalen werden zu Brühe. Reste aus der Patisserie werden zu Dekoration.

Die Kosten der Verschwendung: echte Zahlen

Für ein Restaurant mit 400.000 € Jahresumsatz und 30 % Wareneinsatz (120.000 € Einkauf):

Der Unterschied zwischen mäßigem und exzellentem Management beträgt 6.000 €/Jahr — mehr als die Jahreskosten einer Betriebssoftware.

Häufige Fehler

1. Nie eine Inventur machen Ohne Inventur wissen Sie nicht, wie viel Sie verschwenden, können den tatsächlichen Wareneinsatz nicht berechnen und wissen nicht, was im Lager ist.

2. „Nach Gefühl" bestellen Ohne Mindestbestände und Nachbestellpunkte bestellen Sie zu viel (Verschwendung) oder zu wenig (Engpässe).

3. Lieferungen annehmen, ohne zu kontrollieren Wenn Sie bei der Anlieferung weder Temperatur noch Mengen prüfen, entdecken Sie Probleme erst, wenn es zu spät ist.

4. Rohe und gegarte Produkte nicht trennen Neben dem HACCP-Verstoß (in der DACH-Region ebenso streng wie in Italien kontrolliert) führt Kreuzkontamination zu Produkten, die entsorgt werden müssen — also zu noch mehr Schwund.

Häufig gestellte Fragen

Wie oft sollte ich die Inventur machen? Vollständig: 1× pro Monat. Teilweise (teure Produkte): wöchentlich. Mit BiteBase werden die Bestände in Echtzeit über Rechnungen und Lieferungen aktualisiert.

Wie gehe ich mit Produkten nahe am Verfallsdatum um? Zone „Heute verbrauchen", Integration in die Tageskarte, Spende an die Tafel (steuerlich absetzbar). Niemals abgelaufene Produkte verkaufen.

Brauche ich eine Software für die Lagerverwaltung? Für ein Restaurant mit mehr als 50 Produkten: ja. Die manuelle Verwaltung mit Excel wird unzuverlässig. BiteBase erfasst Bestände, Verfallsdaten, Mindestmengen und generiert automatische Bestellungen.

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