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Online-Bestellungen im Restaurant: B2C vs B2B und wie man sie verwaltet

8. März 2026 · 10 min

Leitfaden für Online-Bestellungen: Unterschiede zwischen Privat- und Geschäftskunden, Plattformen und Organisation des Bestellablaufs.

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Team BiteBase
BiteBase Editorial

Online-Bestellungen sind nicht nur Lieferservice

Wenn von Online-Bestellungen für Restaurants die Rede ist, denkt jeder sofort an Deliveroo und JustEat. Doch die Welt der digitalen Bestellungen ist weitaus vielfältiger und umfasst Kanäle, die deutlich profitabler sind als der klassische Lieferservice (der 20-35 % Provision kostet).

B2C (Business to Consumer): Bestellungen von Privatkunden. Dazu zählen Lieferservice, Take-away, Vorbestellungen fürs Mittagessen und Bestellungen über den QR-Code am Tisch.

B2B (Business to Business): Bestellungen von Unternehmen. Dazu zählen Firmen-Catering, wiederkehrende Geschäftsessen, Kantinenbelieferung und Firmenveranstaltungen. Der durchschnittliche Bestellwert ist 5- bis 10-mal höher als im B2C-Bereich.

B2C-Bestellungen: Der Ablauf für Privatkunden

Privatkunden bestellen für sich selbst oder die Familie. Merkmale: kleine Bestellung (15-30 €), sofortige Bezahlung, Erwartung schneller Lieferung (30-45 Minuten), hoher Impulskauf-Anteil.

B2C-Kanäle:

Die Strategie: Nutzen Sie Plattformen, um Neukunden zu gewinnen, und leiten Sie diese dann auf Ihren eigenen Kanal (App oder Website), um die Provisionen zu eliminieren. BiteBase verwaltet B2C-Bestellungen über ein in die öffentliche Speisekarte integriertes Bestellportal.

B2B-Bestellungen: Der Ablauf für Unternehmen

Unternehmen bestellen für Mitarbeitende, Meetings oder Events. Merkmale: große Bestellung (100-500 €+), Zahlung per Monatsrechnung, Erwartung von Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, wiederkehrende Geschäftsbeziehung.

B2B-Kanäle:

Die Strategie: B2B ist Gold für Gastronomiebetriebe. Planbare Bestellungen, hoher Bestellwert, langfristige Beziehung. Ein Vertrag mit einem Büro mit 50 Mitarbeitenden für das tägliche Mittagessen kann 2.000-4.000 €/Monat an garantiertem Umsatz bedeuten.

BiteBase verwaltet B2B-Gruppen mit einem „Company Manager", der die Bestellungen aller Mitarbeitenden des Unternehmens einsehen kann — mit einheitlicher Monatsrechnung und individueller Preisliste.

Wie Sie den Bestellfluss in der Küche organisieren

Online-Bestellungen erhöhen die Komplexität in der Küche. Regeln für die Handhabung:

  1. Eigener Drucker: Online-Bestellungen werden auf einem separaten Drucker gedruckt, getrennt von den Bons aus dem Gastraum
  2. Zeitfenster: Begrenzen Sie die Bestellungen pro Zeitslot, um die Küche nicht zu überlasten
  3. Reduzierte Speisekarte für den Lieferservice: Nicht jedes Gericht eignet sich für die Lieferung. Streichen Sie Gerichte, die den Transport nicht gut überstehen.
  4. Geeignete Verpackung: Das Gericht muss so ankommen, wie der Küchenchef es sich vorgestellt hat. Investieren Sie in hochwertige Thermoboxen.
  5. Sendungsverfolgung: Kunden möchten wissen, wo ihre Bestellung ist. Bieten Sie Statusaktualisierungen an.

Lieferprovision: Die Rechnung, die Sie aufmachen müssen

Lieferplattformen nehmen 20-35 % Provision. Bei einer Bestellung von 25 € mit einem Wareneinsatz von 30 %:

Wenn die zusätzlichen Personalkosten für Zubereitung und Abwicklung 3 € betragen und die zugeteilten Fixkosten 2 €, beträgt der Gewinn 4 € pro Bestellung — also 16 % des Umsatzes.

Bei Direktbestellungen (null Provision) bringt die gleiche Bestellung 11,50 € — fast das Dreifache.

Häufige Fehler

1. Lieferservice mit der gesamten Speisekarte anbieten — Nicht alle Gerichte vertragen den Transport. Ein Risotto, das nach 40 Minuten ankommt, ist eine klebrige Masse.

2. Verpackungskosten nicht berücksichtigen — 1-2 € pro Bestellung klingt wenig, aber bei 30 Bestellungen pro Tag sind das 900-1.800 €/Monat.

3. Zeitfenster nicht begrenzen — 20 Lieferbestellungen um 13:00 Uhr plus 60 Gäste im Gastraum = Chaos in der Küche.

4. Preise nicht differenzieren — Auf Kanälen mit Provision müssen die Preise höher sein, um die Marge zu halten.

Häufig gestellte Fragen

Lohnt sich Lieferservice bei 30 % Provision? Als Kanal zur Kundengewinnung ja. Als Hauptumsatzquelle nein. Das Ziel ist, die Kunden auf Ihren eigenen Kanal zu bringen.

Wie verwalte ich B2B-Bestellungen? Mit einem eigenen Portal, individueller Preisliste und monatlicher Rechnungsstellung. BiteBase bietet eine integrierte B2B-Bestellverwaltung.

Kann ich Online-Bestellungen ohne Lieferservice anbieten? Ja. Take-away (der Kunde holt selbst ab) eliminiert die Kosten für den Fahrer und funktioniert hervorragend fürs Mittagsgeschäft.

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